Jeden Morgen weckt uns lästiges Katzengeschrei:
Miau!
Miau!
Miau!
Es kommt von der Terrasse. Eine kleine, schlanke Katze stattet uns einen Besuch ab und bittet um Einlass. Selbst wenn man ihr den Einlass gewährt, sie streichelt, liebkost und sich ihr zuwendet, nimmt das Miauen kein Ende. Für uns wird gleich nach dem erstmaligen Auftauchen der schlanken Katze klar, welchen Namen sie fortan tragen soll: "Drama".
Jhiemarie, unsere Gastgeberin, die gegenüber wohnt, nennt sie "Sunny", was natürlich absolut nicht ihrem Naturell entspricht, also bleiben wir bei "Drama".

Wir verbringen die Zeit in Malinao oft im nahegelegenen General Luna. Um zu frühstücken, die Wäsche zu waschen oder um kleinere Ausflüge zu machen. Wir spielen oft Karten, wie z.B. Monopoly Deal. Ganz recht, das weltbekannte Brettspiele gibt es auch als Kartenspiel.

An Ort und Stelle, nämlich im "Whitebeard", etablieren Sophia und ich ein Punktesystem und führen Tabelle darüber, wer wie oft gewinnt. Eine Tabellenführung, die uns die nächsten Monate begleiten wird.
Auf Empfehlung von David essen wir fantastischen French Toast zum Frühstück.

Doch so fantastisch das Frühstück hier auch ist, bekomme ich nach der ganzen ungesunden Ernährung der vergangenen Tage Verdauungsprobleme. Einen unruhigen Magen kann ich nicht weiterempfehlen. Insbesondere dann nicht, wenn es am WC nur sechs Blatt Klopapier, einen Kübel mit Wasser und eine Bum-Gun gibt. Die Bum-Gun ist auch bekannt als "Po-Pistole" und das südostasiatische Pendant zu Klopapier.
Ein ander Mal essen wir zu Abend im beliebten "Cev". Hier gibt es Ceviche, rohen marinierten Fisch, eigentlich ein peruanisches Nationalgericht.



Wir machen einen Ausflug zum Corgi Café, doch wie sich herausstellt, sind die Hunde laut, arrogant und anstrengend. Dann möchte Sophia plötzlich mal mit Mofi fahren, allerdings nicht durch das hektische General Luna, sondern lieber außen rum. Wir fahren über die Catangnan Bridge, die von den General Lunern auch "Sunset Bridge" genannt wird.


Während es morgens Drama ist, die unsere Zuneigung sucht, ist es abends Brownie. Brownie ist der Hund der Hauses, dessen Name, im Gegensatz zu Dramas eigentlichen Namen, tatsächlich gut ausgesucht ist.
Wenn wir nach Hause kommen, liegt er schon erwartungsvoll vor der Wohnungstür. Für Brownie ist es selbstverständlich, dass wir ihn hinein bitten.



Wenn wir ihn nicht irgendwann wieder aus der Wohnung entfernen, würde er wohl gar nicht gehen.
Das Leben ist zur Abwechslung mal angenehm langweilig. Meine Schuhe kommen nicht abhanden, Mofi bekommt keinen Patschen, es gibt keine Taifune und nicht einmal der Strom fällt aus.
Die Pause in Malinao tut was sie tun soll.