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Niqs Reisen

Packen für Minimalisten

Was man für eine einjährige Reise einpackt.

Das letzte und einzige Mal, als ich in meinem Leben Gepäck aufgegeben habe, war vor gut einem Jahrzehnt. Damals bin ich für mein 4-monatiges Auslandssemester nach Finnland gezogen. Heutzutage mach ich das anders. Ich reise immer mit leichtem Gepäck. Und gerade bei meiner Weltreise mache ich da keine Ausnahme.

Doch selbst als Minimalist ist die folgende Frage schwierig zu beantworten: Was kommt in den Rucksack, wenn man ein Jahr lang unterwegs ist?

Vorbedingungen für die Gepäckplanung #

Im Groben waren diese drei Vorbedingungen allerdings schon von Anfang an klar:

  1. Der Großteil meiner Reise wird an warmen Orten stattfinden.
  2. Ich werde oft wandern gehen.
  3. Ich werde unterwegs bloggen, meinen bildungskarenzlichen Verpflichtungen nachkommen und wer weiß, vielleicht sogar mit meinem Brotjob das eine oder andere Mal was dazuverdienen (sagt's es bitte nicht dem AMS!).

Daraus lassen sich also schon einige Erkenntnisse ableiten: leichte Kleidung, Wanderschuhe, Laptop. So weit, so gut.

Noch etwas war für mich klare Sache: auf meinen verlässlichen Gefährten werde ich nicht verzichten. Ich spreche natürlich vom Alpmate, meinem 36 Liter Rucksack von Salewa, von mir auch liebevoll "Alpi" genannt.

Ein blauer Rucksack liegt mit geöffnetem Reißverschluss auf dem Parkettboten. Der obere Teil des Rucksacks ist ebenfalls geöffnet.

Für den Großteil meiner Reise werde ich in einem luftigen Sommeroutfit unterwegs sein. Also gehe ich bei meiner Planung davon aus, dass ich dieses am Körper tragen werde und die langärmligen und –beinigen Kleidungsstücke in den Rucksack passen müssen.

Ein weißes T-Shirt von Desigual liegt auf einer grauen, kurzen Hose. Daneben liegen ein Paar zusammengerollter dunkler Wollsocken und eine Boxershort und eine Basketballkappe.

Möge das Packen beginnen!

Gepäck #

Der gute Alpi ist bereit bepackt zu werden. Nach fünf Versuchen in den vergangenen Wochen waren vier davon erfolglos. Jetzt habe ich es aber endlich geschafft und bekomme alles unter. Für die Ordnung im Rucksack dürfen Packbeutel nicht fehlen. Das sind Taschen mit Reißverschluss, die es möglich machen, das Gepäck im Rucksack zu unterteilen.

Im Folgenden also die Aufteilung meines Gepäcks.

Hauptfach #

Im Hauptfach findet alles Platz, was sonst nirgends Platz findet (logisch oder?).

Auf einem roten Stoffteppich liegen folgende Gegenstände: eine Sonnenbrille, türkises Plastikbesteck, ein rot-grauer, zusammengerollter Schlafsack, ein roter, zusammengerollter Rucksack über einem gelben, zusammengerollten Drybag, ein grüner zusammengerollter Jutesack, eine graue zusammengerollte Fleecejacke, eine blaue, zusammengerollte Jacke, eine grüne, zusammengerollte Regenjacke, blaue Flipflops und eine gelbe Bauchtasche.

Hier bewahre ich meinen Schlafsack, meine leichte Jacke, meine Fleece- und meine Regenjacke auf. Außerdem habe ich natürlich an einen Tagesrucksack und ein Dry Bag gedacht.

Mein roter Tagesrucksack lässt sich einfach zusammenrollen und könnte platzsparender nicht sein.

Das Dry Bag ist nicht nur nützlich wenn man im Wasser unterwegs ist. Es lässt sich auch nützen, um Gepäck komprimiert einzupacken was in meinem Fall wichtig wird, wenn ich mal meine Jacke nicht am Körper trage, sondern im Rucksack transportiere.

Auf dem Parkettboden liegt ein gelbes Drybag neben einer blauen, zusammengerollten Jacke Auf dem Parkettboden halte ich ein gelbes Drybag in der Hand, in dem die Jacke kompakt als Knäuel verdichtet wurde.

Ansonsten kommen noch ein paar praktische Gegenstände in's Hauptfach.

Meine Sonnenbrille, das Plastikbesteck, ein Jutesackerl, mein Tolino, Flipflops und meine Bauchtasche.

Auf dem Parkettboden liegt eine neon-gelbe Bauchtasche mit einem roten Schriftzug "Fjällräven Kånken" und einem roten Fuchs-Symbol auf weißem Hintergrund.

Ich habe mich für ein stylisches Bauchtaschenmodell von Fjällräven entschieden. Der Grund dafür war vor allem der angeschriebene Name des Produkts im Geschäft. "Hip Pack" stand drauf. Ich hatte gedacht man ist besonders "hip" wenn man es trägt (was mir von klein auf schon sehr wichtig war). Damit war aber eigentlich gemeint, dass es um die Hüfte getragen werden sollte. Naja, es ist jedenfalls gelb und ich liebe es.

Kleiner Packbeutel #

Der kleine Packbeutel ist, wie es der Name vermuten lässt, für kleine Dinge.

Auf einem roten Stoffteppich liegen folgende Gegenstände: Kondome in einem wiederverschließbaren Beutel, ein Reisepass, eine Stirnlampe, ein leerer, wiederverschließbarer Beutel, ein Erste-Hilfe-Set, ein gelber Impfpass, eine schwarze Debitkarte, ein schwarzer Nagelschneider, zwei graue, internationale Führerscheine, zwei Passphotos und ein kleiner, grauer Packbeutel.

Vorrangig bewahre ich darin meine Dokumente auf. Reisepass, Impfpass, meine zwei (!) tollen internationalen Führerscheine und Passphotos.

Ansonsten bietet es noch Platz für wichtige Dinge des Alltags eines jeden Reisenden: ein Erste-Hilfe-Set, eine Stirnlampe, Kondome, einen Nagelschneider und meine Backup-Debitkarte.

Für alle die sich fragen, warum man zwei internationale Führerscheine braucht, gibt es im nächsten Artikel die Antwort.

Mittelgroßer Packbeutel #

Hier finden größere und mindestens genauso praktische Gegenstände Platz.

Auf einem roten Stoffteppich liegen folgende Gegenstände: USB-Ladekabel in einem wiederverschließbaren Beutel, eine Photokamera, ein Rasierapparat mit Aufsatz und Ladekabel, ein kleines Glasgefäss mit Gummibändern, ein kleines, blaues, Schweizer Taschenmesser, eine kleine, graue Dose, zwei Ersatzstöpsel für Airpods, ein schwarzer Yubikey, ein schwarzer Kompass, Medikamente in einem wiederverschließbaren Beutel, Ohrstöpsel, eine violette Schlafmaske, ein türkises Mikrofasertuch, ein weißer Reiseadapter und ein mittelgroßer, grauer Packbeutel.

Meine Reiseapotheke und alles was den guten Schlaf fördert: eine Schlafmaske und Ohrstöpsel. Technische Geräte in diesen Dimensionen: mein Rasierapparat, mein Reiseadapter, mein Yubikey (fragt nicht), Ersatzohrstöpsel für meine Airpods und meine Einwegkamera mit 27 Bildern (Danke Dominik & Theresa 💐).

Meine zahlreichen Ladekabeln finden sich ebenfalls hier. Und ein kleines, himmelblaues Schweizer Taschenmesser, dessen Klinge genau 5,9 cm lang ist, weshalb es mir hoffentlich nicht bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen abgenommen wird (Danke Sophia 😘).

Zu guter Letzt mein türkises Mikrofaserhandtuch das mikrofasertastisch ist!

Großer Packbeutel #

Dem großen Packbeutel ist meine Kleidung vorbehalten.

Auf einem roten Stoffteppich liegen folgende Gegenstände: eine blaue und eine rote, zusammengefaltete Badehose, eine schwarz-graue, zusammengefaltete, kurze Hose, eine schwarze, zusammengerollte Legging, eine zusammengerollte, graue Fleecejacke, ein blaues, ein oranges und ein grünes Sportband, 5 Paar Socken: eines davon blau, eines grau, eines dunkelgrau und zwei weiß, drei Boxershorts, zwei davon dunkelgrau, eine blau, eine zusammengelegte, dunkelgraue, lange Hose, drei zusammengefaltete T-Shirts, eines weiß, eines schwarz und eines blau, eine blaue zusammengerollte Jacke, eine beige-schwarzes Kappe und ein großer, grauer Packbeutel.

Hier ist alles drin, was man in einem Jahr an Kleidung braucht (von unten nach oben):

Zusätzlich nimm ich noch meine praktischen Sportbänder von Blackroll mit. Man muss ja seinen Knieübungen treu bleiben.

Schuhe #

Ein Paar Wanderschuhe und ein Paar Flipflops kommen in den Rucksack, ein Paar Sneakers kommt auf die Füße.

Auf einem roten Stoffteppich liegen drei Paar Schuhe: schwarze Wanderschuhe mit grün-gelben Schnürsenkeln, weiße Sneakers mit einem türkis-orangen Muster und blaue Flipflops.

Oh, und die Socken und Boxershorts kommen natürlich in die Wanderschuhe!

Kulturbeutel #

An Körperkultur darf es in diesem Jahr nicht mangeln!

Auf einem roten Stoffteppich liegen folgende Gegenstände: ein schwarzer Kamm, ein Behälter mit türkiser Zahnseide, eine kleine, orange-blaue Metalldose, eine weiße Spray-Dose, ein Plastikgefäß mit blauer Flüssigkeit, ein graues Roll-On Deo, eine kleine, schwarze Stofftasche, weiße Pillen in einem gelben Einsatz, eine blaue Zahnbürste, eine blaue, runde Dose mit der Aufschrift "Nivea Creme", eine rote Kernseife über einem beigen Seifenbeutel aus Stoff und ein durchsichtiger Kulturbeutel mit schwarzem Reißverschluss.

Daher kommt folgendes in meinen durchsichtigen Beutel:

Vielleicht finde ich ja auf meinen Reisen endlich eine Blechdose für meine Kernseife.

Laptop #

Dazu muss ich wohl nix sagen.

Auf einem roten Stoffteppich liegt ein grauer Laptop mit unterschiedlichen Motiven als Sticker, unter anderem ein lachender Smiley, der eine Sprechblase hat in der ein Herz abgebildet ist, daneben liegt ein Ladekalbel und ein Packnetz.

Mein Ladekabel bring ich in diesem Packnetz unter, das ich einem alten Mikrofaserhandtuch entliehen habe.

Notizen #

Auf Reisen bekomme ich üblicherweise wirklich gute Ideen. Da darf ein Notizbuch nicht fehlen. Oder zwei.

Auf einem roten Stoffteppich liegen ein gelbes und ein grünes Notizbuch, jeweils mit einem schwarzen Stift.

Mein kleines grünes Notizbuch ist fast voll geschrieben, deswegen muss ich ein gelbes, unbeschriebenes mitbringen (Danke Mitch 🦁💘).

Hygiene #

Zu guter Letzt noch etwas zur Vorbeugung pandemischer Tendenzen.

Auf einem roten Stoffteppich liegt ein graues Desinfektionsmittel mit türkiser Beschriftung und zwei schwarze FFP2-Masken in Plastikverpackung.

Man weiß ja nie.

Minimalistisches Packen ist ein Mindset #

Ich sag's euch wie's ist: ich hab keine Lust viel Gepäck um die ganze Welt zu schleppen. Daher beschränke ich mich auf das Wesentliche.

Ein blauer Rucksack liegt mit geschlossenem Reißverschluss auf dem Parkettboten. In den Seitenfächern befindet sich jeweils ein schwarzer Wanderschuh mit grün-gelben Schnürsenkeln.

Ich muss allerdings ehrlich zugeben: leicht gefallen ist es mir nicht. Es hat fünf Packversuche und zwei Nervenzusammenbrüche gebraucht, bevor ich an diesem Punkt angelangt bin.

Eines steht jedenfalls fest: ich habe nicht vor, in diesem Leben noch einmal Gepäck aufzugeben. ✌️

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