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Niqs Reisen

Man fliegt nicht einfach nach Südamerika

Reiseplanung auf den Philippinen.
Vorläufer: Man fliegt nicht einfach nach Neuseeland

Eines Tages, es muss unser sechster oder siebter Tag in Baler sein, taucht ein Schiff am Meer auf. Es bleibt am Horizont stehen und verweilt dort eine ganze Woche lang. Eine ganze Woche lang, in der ich mich jeden Tag wundern muss: was ist das für ein Schiff? Wo kommt es her? Was macht es hier?

"Blick vom Strand aus aufs Meer. Neben den Bergen und den Felsen ist ein Schiff am Horizont zu erkennen."

Reiseplanung #

In den kommenden Wochen zieht es uns nach Ostasien. Auch wenn die sommerlichen Temperaturen, vor allem bei Städtebesuchen, nicht gerade einladend wirken, führt für mich kein Weg an Südkorea, Taiwan und Japan vorbei. Meine koreanischen Freundinnen Sani und Sophia leben in Seoul und jetzt, wo wir inmitten Südostasiens sind, sind sie viel zu nah, als dass ich sie nicht besuchen könnte. Taiwan ist glaube ich ein Geheimtipp und dem möchte ich nachgehen. Und Japan? Japan ist einfach Japan. Ein Land, das bei keiner Reise um die Welt unbesucht bleiben darf.

Doch ist eine Reise um die Welt wirklich eine Reise um die Welt, wenn man nicht um die Welt reist?

Eine Reise um die Welt #

Es kitzelt mich schon sehr. Der Gedanke, doch tatsächlich eine komplette Weltumrundung zu unternehmen. Und so wird aus einem Gedanken Realität und Sophia und ich sind sich bald einig: wir wollen nach Südamerika!

Dass in Asien noch viele Abenteuer darauf warten, von uns erlebt zu werden ist keine Frage. Doch wie kommen wir nach Südamerika?

Einen Direktflug von Japan gibt es nicht. Alle Flüge gehen über Nordamerika und von dort muss man schauen, wie man weiter kommt. Sollen wir via Vancouver fliegen? Via Los Angeles? San Francisco?

Oh ja, ich wollte immer schon ins Silicon Valley!

Amerika, wir kommen! #

Wenn ich übers Meer schaue, ist eigentlich der Blick frei auf Amerika. Dazwischen liegt nichts außer etwa 11.000 Kilometer Pazifik. Und dieses verdammte Schiff, das ich einfach nicht aus dem Kopf kriege.

"Ich hocke am Port und blicke nachdenklich aufs Meer. Ich trage ein schwarzes T-Shirt, eine kurze beige Hose und mein beiges Basecap."

"Was ist das für ein Schiff?", frage ich eines Tages Chad. "Das da?", fragt er und zeigt aufs Meer. Es verlegt Internetkabel", sagt Chad weise. "Zwischen hier und dem amerikanischen Kontinenten".

"Niemals", sage ich leise. Amerika.

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