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Niqs Reisen

Kaputt in Baler

Ankommen im neuen Zuhause.

Am Busbahnhof von Baler ist trotz der frühen Morgenstunde viel los. Zahlreiche Rikscha-Taxis stehen bereit. Der Reisebus aus Manila war stundenlang unterwegs. Die zwei europäischen Fahrgäste sehen müde aus, so als hätten sie die ganze Nacht kein Auge zugetan. Trotzdem strahlt die junge Frau mit den Locken ihr bestes Lächeln, als sie mit einem Rikscha-Fahrer ins Gespräch kommt. Sie vereinbaren einen Preis und die Fahrt geht los. Der junge Mann, der viel zu groß für den blechernen Beiwagen ist und während der Preisverhandlung kein Wort sagt, wirkt grantig. Dann erklärt er sich: "Ich war schon lange nicht mehr so kaputt". Wie macht das nur Sophia, wundert er sich. Sie ist so charmant und lieb trotz dieser langen und mühsamen Anreise.

Die Straße ist holprig, vor allem als die Rikscha die Promenade erreicht und kurz darauf der Asphalt sein Ende nimmt. "Euder", denkt der schlecht gelaunte Mann, als die Rikscha in ein Schlagloch fährt und er mit dem Kopf an das Dach des kleinen Beiwagens stößt. Der letzte Abschnitt der Strecke führt am Strand entlang. Vorbei an hohen Palmen, grünen Büschen und Tieren, die hier eigentlich nichts verloren haben: braune Kühe weiden am Strand. Der junge Mann schwört sogar Pferde zu sehen! Doch es ist noch früh und wie er schon sagte: er ist echt kaputt.

"Ein unasphaltierter Weg führt an grünen Büschen vorbei."

Pünktlich zum Sonnenaufgang sitzen die beiden am Strand. Dieser ist voller vergnügter Menschen, die sich einfach nur darüber freuen, dass ein neuer Tag beginnt. Der junge Mann hingegen ist todmüde und wünscht sich in ein weiches Bett.

"Der junge Mann sitzt im Schneidersitz am weichen Sandboden. Er trägt ein schwarzes T-Shirt, auf dem eine Illustration von zwei Bergen zu sehen ist, zwischen denen die Sonne aufgeht. Im seichten Wasser spazieren eine handvoll Menschen entlang. Dahinter, über dem Meer, geht die eigentliche Sonne auf."

Eine Viertelstunde später wird sein Wunsch erfüllt. Sie liegen in der schlichten Holzhütte, die ihnen vorübergehend Unterschlupf bietet, bis die eigentliche Unterkunft beziehbar ist. Draußen ist die Welt hellwach. Eine Rasselbande von wochenalten Hundewelpen kläfft, dutzende Hühner gackern, Kinder philippinischer Eltern tollen herum.

Der Mann legt sich ins Bett und schläft sofort ein. Kein Hundegebell, Hahnkrähen oder Kindergeschrei kann seinen Schlaf stören.

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