Skip to main content
Niqs Reisen

Tausende Palmen

Hallo Siargao!

Unser Flieger ist eine Propellermaschine. Fünf Filipinos betanken das Flugzeug. Kaum zückt Sophia die Kamera, um ein Foto zu machen, posieren sie. So als hätten sie genau auf diesen Moment gewartet.

"Unter dem riesigen Propeller des Flugzeugs stehen fünf Flugzeugangestellte. Zwei kauern auf der einen Seite am Boden und posieren mit Handgesten. Daneben und der hinter stehen auch zwei die lächeln. Auf der anderen Seite gesteht noch einer und hält zwei Finger in die Luft zum Victory-Zeichen"

Sie könnten genauso gut eine philippinische Boyband sein.

Siargao #

Der nächste Monat soll der Inselurlaub sein, nach dem wir uns schon seit dem Ende von Neuseeland sehnen. Im entfernten Osten der Philippinen, auf der Inselgruppe "Mindanao" gelegen, beginnt unser Leben auf der Insel. Als sich das Flugzeug nähert, sehen wir türkisfarbenes Wasser und tausende Kokosnusspalmen.

Kevin holt uns vom Flughafen ab. Mit seinem Tuktuk. Kevin heißt eigentlich David. Der undeutlichen Aussprache bei unserer Begrüßung geschuldet, verstehe ich seinen Namen allerdings falsch. David ist unser Gastgeber für die nächsten Tage. "It's so green", sagt Sophia als wir an hunderten von Palmen vorbeifahren. "That's coconut", antwortet David darauf.

"Blick vom Rücksitz des Tuktuks. Wir schauen David über die Schulter. Auf der Windschutzscheibe steht spiegelverkehr Akwa Pacifico. Hinter der Windschutzscheibe kommt uns ein weißes Auto entgegen. Wir sind umgeben von Kokosnusspalmen."

Während der Fahrt schießen mir hunderte Gedanken durch den Kopf. In Vietnam habe ich begonnen, die Geräuschekulisse unserer Reise aufzunehmen. Jeder macht Fotos, keiner macht Tonaufnahmen. Wie hören sich die Philippinen wohl an? Ich denke über meinen Reiseblog nach. Wie lange wird er mich wohl noch beschäftigen? Ich bin arg im Rückstand. Werde ich noch das ganze nächste Jahr über damit beschäftigt sein? Kleiner Spoiler meines heutigen Ichs: ja, werde ich!

Ich denke über die Philippinen nach. Hier kann man auf Englisch kommunizieren. Ein Luxus, den wir in Vietnam nicht hatten. Ungeahnte Möglichkeiten ergeben sich. Und letztlich denke ich über Vietnam nach. Ich beobachte den Verkehr. Die Straßen sind gut gepflegt. Der Verkehr ist entspannt. Niemand trägt einen Helm. Ich sehe Streunerhunde. Kann es sein, dass man schon alles gesehen hat, nachdem man in Vietnam war?

Pacifico #

Am Strand von Pacifico gräbt sich eine Filipina samt Gewand in den Sand ein. Ich tue es ihr gleich. Sophia kann den Beginn des Insellebens nicht weiter verzögern. Sie geht samt Kleidung ins Wasser. Ich tue es ihr gleich.

"Ich bin mit dem Unterkörper im Sand eingegraben und strecke meine Hände zur Seite aus. Ich habe mein blau-weiß gestreiftes T-Shirt an und meine Kappe auf. Ein zufriedenes Lächeln zeichnet sich auf meinem Gesicht ab."

"Der weiße Sandstrand von Pacifico. Einige meterhohe Palmen stehen am Ufer über einem Holzzaun. Das flackernde Sonnenlicht des späten Nachmittags ist am Boden des Strands zu erkennen."

Wir haben alles richtig gemacht:

  • Wir sind endlich auf der Insel.
  • Wir haben den Strand vor der Haustür.
  • Hier spricht jeder Englisch.
  • Das Wasser ist so klar.
  • Der Sand ist so weich.
  • Die Bildungskarenz ist noch so lang.

Können wir bitte länger hier bleiben?

Antworten (per E-Mail)