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Niqs Reisen

Ein langer Weg nach Malinao

Wenn Wien eine Insel wäre.

Am Morgen, an dem wir Pacifico verlassen, machen wir eine besondere Erkenntnis: der Morgenkaffee, auch wenn es grauslicher Pulverkaffee ist, schmeckt am besten, wenn man ihn im Meer zu sich nimmt.

"Sophia sitzt im Bikini im Meerwasser. Sie trägt eine Sonnenbrille und ihre Kappe. In der Hand hält sie eine pinke Tasse Kaffee und lächelt" "Der weiße Sandstrand von Pacifico. Der Himmel ist blau und einige Palmen bewegen sich im Wind. Im Sand steckt ein Holzlöffel und eine rosa Kaffeetasse."

Außerdem stellen wir fest, dass die Gezeiten in Pacifico ganz besonders intensiv wahrnehmbar sind. Während dem Morgenkaffee herrscht noch Flut, doch schon am Vormittag verschwindet das Wasser und weicht schroffen Felsbrocken. Plötzlich kann man in knöcheltiefen Wasser hunderte Meter weit aufs Meer hinaus spazieren.

"Ich wate in Badehose und mit Kappe durch das knöcheltiefe Wasser. Man erkennt einige kleine Felsbrocken, die aus dem Meer ragen. Der Himmel ist blau und das Wasser ist voller kleiner Grasbüschel."

Wir nehmen einstweilen Abschied von David und verlassen das wunderbar ruhige Pacifico. Davids Papa fährt pünktlich um 14 Uhr mit dem Tuktuk vor. Wir beladen es mit unserem Reisegepäck und dann trennen sich unsere Wege. Sophia fährt im Tuktuk mit, ich setze mich auf Mofi.

"Ich sitze stolz auf dem blauen Moped namens Mofi und lächle. Ich trage einen rosa Helm und eine graue Weste. Hinter mir ragt eine Palme in die Höhe."

Es stellt sich heraus, dass Siargao flächenmäßig genauso groß wie Wien ist (Siargao ist tatsächlich nur 2 km² größer). Vom Nordosten der Insel, wo Pacifico liegt, fahre ich bis in den Südosten, wo Malinao liegt. Wäre Wien eine Insel, würde ich also quasi von Stammersdorf zum Albernen Hafen fahren. Liebe Grüße an alle Wiener Inselbewohner:innen da draußen!

Auf den Solotrip mit Mofi freue ich mich schon seit einigen Tagen. Wer regelmäßig meinen Blog liest, hat eventuell schon mitbekommen, wie sehr mir das Mopedfahren Spaß macht.

"Blick über meine Schulter wie ich Moped fahre. Die Straße ist frei, mir kommt ein anderes Moped entgegen." "Ein ruhiges Dorf, in dem auf der Fahrbahn ein Schild den Weg versperrt: Darauf steht: School Zone."

Ich fahre an den berüchtigten Schulzonen vorbei, welche die gesamte Fahrspur absperren und einen dazu zwingen, abzubremsen und ganz langsam daran vorbeizufahren. Ich begegne einem Rudel an Hunden, die gemütlich einen Spaziergang am Straßenrand unternehmen. Ich fahre durch ein kleines Barangay (Dorf), in dem eine kitschige Statue der Gottesmutter Maria steht, wie sie Baby Jesus am Arm trägt und auf einer Platform über zwei Hirten mit Stöcken und Hüten und einem Mann in weißem Hemd und Aktenkoffer steht. Ich überhole Mopeds mit Beiwagen, die meterlangen Bambus transportieren.

"Auf der Straße fährt ein Moped mit Beiwagen, auf dem zwei Männer sitzen. Am Beiwagen werden einige Bambuspflanzen transportiert." "Eine Straße, die von beiden Seiten von dichtem Dschungel, voller Kokosnusspalmen begrenzt werden. Einige Mopedfahrer fahren auf der Straße."

Als ich freie Fahrt an einer Straße habe, die kilometerweit schnurstracks gerade aus verläuft, gib ich richtig Gas. Eine grüne Echse, die bestimmt einen Meter lang ist, taucht plötzlich aus dem Unterholz auf, huscht über die Straße und verschwindet erneut im Dickicht.

Nach einer Stunde Fahrt erreiche ich dann endlich Malinao. Ich bin richtig erledigt. Mir ist heiß und die lange Konzentration verlangt mir einiges ab. Sophia plaudert schon fröhlich mit der Gastgeberin Jhiemarie und streichelt einen braunen Hund. Es ist ein langer Weg nach Malinao.

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